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Internationale Pferdewallfahrt VIA MULI nach Altötting

Bad Reichenhall/Altötting, 12.05.2006, EAZ 230 Bad Reichenhall.
Militärische und zivile Pilger erreichen Altötting 2006

Im Hintergrund der Hausberg Bad Reichenhalls "Staufen"

Beginn der Marschübung/Pferdewallfahrt in Bad Reichenhall (Quelle: OLt Martin Hillebrand, EAZ 230)Größere Abbildung anzeigen

Andacht in der Artilleriekaserne in Bad Reichenhall zu Beginn der Wallfahrt

Bereits zum vierten Mal fand die internationale Pferdewallfahrt VIA MULI IV statt. An dieser Marschübung des Einsatz- und Ausbildungszentrum für Gebirgstragtierwesen 230 aus Bad Reichenhall, die in Zusammenarbeit mit der katholischen Militärseelsorge entwickelt wurde und durchgeführt wird, nahmen vom 08. bis 10. Mai 2006 170 Soldaten und zivile Teilnehmer sowie 66 Pferde und Maultiere teil. Dabei wurde eine Gesamtstrecke von rund 80 Kilometer durch das schöne oberbayerische Land, wahlweise zu Fuß oder auf dem Rücken der Pferde, von Bad Reichenhall zum Marienwallfahrtsort Altötting zurück gelegt.

Die Wallfahrt begann am 08. Mai 2006, bei herrlichstem Sonnenschein, mit einer Andacht in der Artilleriekaserne in Bad Reichenhall. Hier wurde von den beiden Hauptorganisatoren für die Wallfahrt, Herrn Oberfeldveterinär Dr. Franz von Rennenkampff (Dienststellenleiter Einsatz- und Ausbildungszentrum (EAZ) für Gebirgstragtierwesen 230 / Bad Reichenhall) und Herrn Dekan Martin Straßer (Katholischer Standortpfarrer / Bad Reichenhall), auf den militärischen Übungszweck und die Bedeutung dieser Wallfahrt eingegangen. Die diesjährige "Reise" der militärischen und zivilen Pilger stand unter dem Motto: "Einer trage des anderen Last" (Gal 6,2) auf welches der stellvertretende Brigadekommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 Herr Oberst Heinz-Joachim Neumann einging und den Teilnehmern ein gutes Gelingen sowie einen erfolgreichen Verlauf der Veranstaltung wünschte, bevor sich die Marschgruppe auf den Weg Richtung Altötting machte.

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Andacht mit Militärpfarrer Martin Strasser

Andacht in Sankt Coloman (Quelle: OLt Martin Hillebrand, EAZ 230)Größere Abbildung anzeigen

Zwischenstation Sankt Coloman

Die Teilnehmer verlegten mit Fahrzeugen nach Höglwörth, von wo aus die Wallfahrer zu Fuß oder hoch zu Ross zum Nordende des Waginger Sees nach Sankt Coloman marschierten. Am Seehof in Petting wurde zur Mittagszeit eine kurze Andacht gehalten.
Am Ende der ersten Etappe wurde auf dem Reiterhof Steiner übernachtet, bevor es am zweiten Tag von Zaiselham über Pfeffersöd (Mittagspause mit Andacht) nahe Tyrlaching ging, um abends auf dem Reiterhof Schrankel bei der Ortschaft Baumgartner in der Nähe von Kastl das Nachtlager zu beziehen. Am dritten Tag wurde von dort aus weiter, bis zum Ziel Altötting, marschiert.
Jeden Tag verlangten so anspruchsvolles Gelände und Straßenmärsche den Frauen und Männern, Tieren und Material einiges ab. Insgesamt wurden täglich zwischen 25-30 Kilometer von den Teilnehmern zurückgelegt.

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Rast und Ruhepause für Tier und Mensch

Soldaten während der Mittagspause in Pfeffersöd (Quelle: OLt Martin Hillebrand, EAZ 230)Größere Abbildung anzeigen

„Einer trage des anderen Last“

Während dieser Zeit konnten sich militärische und zivile Teilnehmer in persönlichen Gesprächen vertiefen und Gedanken austauschen. Es blieb aber auch Zeit, um einmal selbst über das eigene Dasein und den Sinn und Zweck einer solchen Wallfahrt nachzudenken. Darüber hinaus verschafften die Abende den Teilnehmern, bei gemütlichen Beisammensein, die Gelegenheit sich weiter miteinander zu unterhalten.

Dazu gaben auch die täglichen Andachten an den Rast- und Ruheräumen die Möglichkeit. Diese wurden vom dem katholischen Standortpfarrer Martin Straßer mit Unterstützung von militärischen und zivilen Teilnehmern gestaltet und durchgeführt. Dabei wurde auch immer wieder die Verbindung zum Motto der Wallfahrt "Einer trage des anderen Last" hergestellt und darauf eingegangen. Besonders die Soldaten konnten diesem Motto viel für ihren Beruf entnehmen, da gerade sie immer bereit sein müssen, von Kameraden entsprechende Lasten (wie auch immer diese Aussehen mögen / privat und beruflich), zu übernehmen.
Aber auch die Tragtiere des Einsatz- und Ausbildungszentrum (EAZ) für Gebirgstragtierwesen 230 sind ein ideales Bild für dieses Motto, da gerade sie dem Menschen mit der Abnahme von Lasten, eine enorme Stütze sind.

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Soldaten mit ihren Tragtieren bei der Wallfahrt "VIA MULI"

Pferdewallfahrt "VIA MULI" (Quelle: OLt Martin Hillebrand, EAZ 230)Größere Abbildung anzeigen

Die Pferdewallfahrt ist zugleich Marschübung

Vergessen werden darf an dieser Stelle aber nicht der militärische Nutzen der "Muli-Wallfahrt". Die jungen Soldaten, die teilweise gerade Mal vier Monate bei der Bundeswehr sind und sich teilweise noch in der Ausbildung zum Tragtierführer befinden, hatten einiges zu tun.
So wurde der Marsch mit Reit- und Tragtieren über eine längere Distanz geübt sowie das Beziehen und Betreiben von Biwakräumen. Aber auch die Betreuung der Vierbeiner, in der Feldstallung und die Versorgung bzw. der Umgang in ungewohnten Gelände, wurde geschult.

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Pontifikalamt in Altötting unter freiem Himmel als Abschluss der Wallfahrt

Militärbischof Mixa mit österreichischen Militärgeistlichen und dem Katholischen Militärpfarrer Martin Straßer (Quelle: Carl-H. Pierk, kompass)Größere Abbildung anzeigen

Pontifikalgottesdienst mit Militärbischof Mixa im Marienwallfahrtsort Altötting

Den Abschluss der Wallfahrt bildete der feierliche Einzug der Marschteilnehmer in Altötting. Dabei wurden sie von der bayerischen Justizministerin Dr. Beate Merk begleitet, die als Ehrengast beritten an der Wallfahrt teilnahm.
Das Luftwaffenmusikkorps I aus Neubiberg unter der Leitung von Oberstleutnant Hans Orterer untermalte den feierlichen Anlass mit entsprechender Marschmusik.
Dabei zeigte sich Altötting einmal mehr von seiner schönsten Seite. Der Marienwallfahrtsort, zu dem schon seit über 500 Jahren gepilgert wird und der auch mit der Zucht von Pferden in Verbindung gebracht wird, ist mit seinem barocken Ambiente und seiner langen Geschichte der ideale Zielort für die Marschgruppe.
Beim feierlichen Einzug auf dem Kapellplatz in Altötting wurden die Wallfahrer von vielen Zuschauer begrüßt. Hier nahmen die Teilnehmer an der Segnung der Tiere durch Militärbischof Dr. Walter Mixa auf dem Platz vor der Sankt-Josefs-Stiftskirche teil. Der anschließende Pontifikalgottesdienst unter freiem Himmel in der Nähe des Franziskushauses wurde ebenfalls von Militärbischof Dr. Walter Mixa zelebriert und vom Luftwaffenmusikkorps I musikalisch begleitet. Zum Abschluss des Gottesdienstes wurden Rosenkränze gesegnet und an die Gottesdienstteilnehmer verteilt.

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"Einer trage des anderen Last" - das Motto der Wallfahrt VIA MULI IV

Ankunft der Wallfahrer in Altötting (Quelle: Carl-H.Pierk, kompass)Größere Abbildung anzeigen

Vorfreude auf "VIA MULI V"

Bei der daran anschließenden Brotzeit konnten die Teilnehmer noch einmal die letzten Tage im Gespräch Revue passieren lassen und verlegten dann zurück in ihre Heimatorte, um mit Vorfreude auf die nächste VIA MULI V zu schauen.
Zur Zeit steht jedoch noch nicht genau fest, ob im nächsten Jahr die VIA MULI V stattfinden wird, da sich große Teile der Gebirgsjägerbrigade 23 im Auslandseinsatz befinden werden. Vielmehr will man dazu übergehen, die Marschübung und Pferdewallfahrt alle zwei Jahre und somit erst wieder in 2008 stattfinden zu lassen. Zum Abschluss wurde jedem Marschteilnehmer noch eine Urkunde verliehen und einzelne Gruppen mit einem Bierkrug der katholischen Militärseelsorge als kleine Erinnerung an die Wallfahrt nach Altötting ausgezeichnet. Nicht zuletzt auch das hervorragende Wetter und die organisatorischen Leistungen im Hintergrund der Veranstaltung, während des gesamten Zeitraumes, führten zu einem positiven Gelingen dieser Veranstaltung.

Diese Pressemitteilung des Einsatz- und Ausbildungszentrums für Gebirgstragtierwesen (EAZ) 230 ist nebenstehend zum Herunterladen bereitgestellt.

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


http://www.kmba.militaerseelsorge.bundeswehr.de/portal/poc/kmba?uri=ci%3Abw.milseels_kmba.seelsorg.wallfahr.pferdewa