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Sankt-Johannes-Basilika - Kirche des Katholischen Militärbischofs

Am 01. Februar 2005 wurde die Sankt-Johannes-Basilika durch den Erzbischof von Berlin zur Nutzung als Kirche des Militärbischofs am Sitz seiner Kurie überlassen.

Außenansicht der Kirche des Katholischen Militärbischofs

Die Sankt Johannes Basilika (Quelle: Mandt)Größere Abbildung anzeigen

Zur Geschichte der katholischen Garnisonkirche

Inmitten der damaligen Waldbestände der Berliner Hasenheide beauftragte der deutsche Kaiser, Wilhelm II., den Bau großer Garnisonkirchen durch namhafte Hofarchitekten seiner Zeit.
Hatte ein Jahr zuvor Franz Heinrich Schwechten die imposante Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche im rheinisch-romanischen Stil erbaut, so waren es jetzt 1893-96 August Roßteuscher, der die kaiserliche evangelische Garnisonkiche am damaligen Kaiser-Friedrich-Platz, heute Südstern, erbaute, und der Baurat August Menken, der - unweit davon - ebenfalls im rheinisch-romanischen Stil, die katholische Garnisonkirche geschaffen hat.


Konzert des Luftwaffenmusikkorps 4 Berlin in der Berliner St.-Johannes-Basilika

Sommerkonzert in der Berliner St.-Johannes-Basilika (Quelle: KMBA/Doreen Bierdel)Größere Abbildung anzeigen

Am 18. April 1894 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung durch Feldpropst Dr. Aßmann, an der als Vertreter des Kaisers Prinz Friedrich Leopold und als Vertreter des Fürstbischofs von Breslau der Delegat Propst Joseph Jalmel teilnahmen. Die Einweihung beider großer Garnisonkirchen fand am selben Tag statt, am 8. Mai 1897, - in Anwesenheit des Kaiserpaares, Wilhelm II. und Auguste Viktoria.


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Kirche des Katholischen Militärbischofs

Außenansicht der Sankt-Johannes-Basilika

Eine Kirche im Stile frühchristlicher Basiliken Roms

Die St.-Johannes-Basilika hat ihre Eigenheiten und gehört gerade deswegen zu den schönsten katholischen Kirchen Berlins.
Der von seiner hohen Vierung charakterisierte Innenraum, über einem Kreuzgrundriß aufgebaut, zeigt alle Merkmale einer dreijochigen Kathedrale alten Stils. Von außen erahnt man den riesigen Innenraum noch gar nicht - mit seinen rund tausend Sitzplätzen, mit dem 77 Meter hohen Mittelturm und den ursprünglich zwei Ecktürmchen.


Zelebranten: Militaerbischof Dr. Walter Mixa (Hauptzelebrant); Apostolischer Nuntius Erzbischof Dr. Erwin Josef Ender; Weihbischof Wolfgang Weider; Feldbischof des polnischen Militaers; Brigardegeneral Dr. Tadeusz Stefan Polski;

Pontifikalamt in der Sankt-Johannes-Basilika (Quelle: Bundeswehr/Mandt)Größere Abbildung anzeigen

Die Kaiserloge links vorn und die Sakristei rechts vorn ergänzen die gewaltige Anlage.
Der gesamte Hochaltar mit seinem Baldachin soll symbolisch an Christus erinnern, der uns geschenkt wird in der Eucharistie.
An den Ecken des Baldachins sind die vier Evangelisten dargestellt: Johannes als Adler, Markus als Löwe, Lukas als Stier und Matthäus als Mensch (Engel). Der Baldachin über dem Altar und vor allem auch der Pantokrator in der Apsis darüber erinnern an die frühchristlichen Basiliken Roms, vor allem an St. Giovanni in Laterano.

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Die päpstliche "basilica minor" als „Gotteshaus des Friedens“

Vom Baumeister über die vielen Künstler und Architekten, die im Laufe der hundert Jahre an diesem Gotteshaus ihre Spuren hinterließen, wurde diese Garnisonkirche als „Gotteshaus des Friedens“ interpretiert. Hier wurde nie der Krieg gepredigt. Das wird im Tympanon über dem Eingang deutlich: in dem Sandsteinrelief, das Johannes den Täufer zeigt, der den römischen Soldaten ins Gewissen redet.


Relief über dem Hochaltar

Jesus Christus als Herr des Friedens (Quelle: www.johannes-basilika.de)

Bereits am 3. Dezember 1906 erhob der später heiliggesprochene Papst Pius X. die Berliner Garnisonkirche zu einer päpstlichen "basilica minor". Das war eine Auszeichnung, die sie im Berliner Erzbistum nur mit St. Hedwig (1923) und der Rosenkranzbasilika (1950) teilt. Nach Vierzehnheiligen ist die St.-Johannes-Basilika die älteste Basilika auf deutschem Boden.


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Kirche der Polnischen Katholischen Gemeinde und Bischofskirche des Katholischen Militärbischofs

Die Fenster von Helga Lingnau-Sacks, die farbigen Medaillons im Gewölbe, die kleinen teuflischen Figuren an den Säulen, all das sind Meditationen wert.
Hier in der St.-Johannes-Basilika wird ein Kapitel der Bistums- und deutschen Kirchengeschichte deutlich.

Soldaten ziehen zum Sommerkonzert in die Berliner St.-Johannes-Basilika ein

Soldaten ziehen in die St.-Johannes-Basilika zum Sommerkonzert ein (Quelle: KMBA/Doreen Bierdel)Größere Abbildung anzeigen

Seit dem Jahr 2004 ist die St.-Johannes-Basilika Kirche der Polnischen Katholischen Gemeinde. Das Hausrecht am Gemeindehaus jedoch hat der Bischof der St.-Bonifatius-Pfarrei übertragen.

Seit dem 1. Februar 2005 ist die St.-Johannes-Basilika auch Bischofskirche des Katholischen Militärbischofs für die Deutsche Bundeswehr am Sitz der Bundesregierung.

Zur Internetseite der Sankt-Johannes-Basilika

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Stand vom: 27.04.17 | Autor: www.johannes-basilika.de


http://www.kmba.militaerseelsorge.bundeswehr.de/portal/poc/kmba?uri=ci%3Abw.milseels_kmba.militarb.kirched