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Die „Kinderhilfe-Afghanistan

Faßberg, 03.12.2009.
Jetzt ist es an der Zeit, nicht mehr Blut, sondern Tinte zu vergießen.

Oberstarzt a. D. Dr. Reinhard Erös bei seinem Vortrag zur "Kinderhilfe-Afghanistan"
Oberstarzt a. D. Dr. Reinhard Erös bei seinem Vortrag (Quelle: KMBA)Größere Abbildung anzeigen

Mit diesen Worten berichtete Oberstarzt a. D. Dr. Reinhard Erös am 03. Dezember 2009 vor dem Arbeitskreis der Sicherheitsbevollmächtigten in Niedersachsen von der Eröffnung einer seiner mittlerweile 25 Schulen im Osten Afghanistans, in denen etwa 50.000 Kinder – Jungen wie Mädchen - ausgebildet werden. In dem knapp dreistündigen Vortrag, der wie im Fluge verging, erläuterte er die politische und militärische Situation im Land und beschrieb das bisher Erreichte bzw. Nichterreichte.

Aufgrund der Kontakte von Oberstleutnant Graßler zum Arbeitskreis der Sicherheitsbevollmächtigten in Niedersachsen waren auch der Mitarbeiterkreis beim Katholischen Militärpfarramt Faßberg sowie Vertreter des Mitarbeiterkreises beim Evangelischen Militärpfarramt Faßberg zu diesem Vortrag eingeladen.

Frau Oberstleutnant Dase bei der Spendenübergabe an Dr. Erös
Frau Oberstleutnant Dase bei der Spendenübergabe an Dr. Erös (Quelle: KMBA/Marianne Schubert)Größere Abbildung anzeigen

Zu Beginn des Jahres hatten sich die Mitarbeiterkreise gemeinsam vorgenommen, dieses Projekt, das sich ausschließlich aus Spenden finanziert, zu unterstützen. Und so konnten die katholische Pfarrhelferin Marianne Schubert und Frau Oberstleutnant Dase (1./Technische Schule der Luftwaffe 3) an diesem Tag eine Spende von mehr als 770 Euro an Dr. Erös zur Unterstützung seiner „Kinderhilfe-Afghanistan“ übergeben.

Dr. Reinhard Erös ist seit über 25 Jahren im Osten Afghanistans tätig. Bereits während der sowjetischen Besatzungszeit arbeitete er - vom Dienst in der Bundeswehr freigestellt – aus Pakistan als Feldarzt in Afghanistan und versorgte unter permanenter Lebensgefahr medizinisch sowohl die Bevölkerung wie auch die Mudschaheddin. Aus dieser Zeit stammen u.a. seine Verbindungen zu den Taliban, die jetzt seine Aufbauarbeit tolerieren.

Sechsmal im Jahr besucht Dr. Erös die Projekte seiner "Kinderhilfe-Afghanistan" – einem reinen Familienunternehmen - wie z.B. Friedensschulen, Mutter und Kind Kliniken, Gesundheitsstationen, Waisenhäuser und Solarwerkstätten, die von der Bevölkerung vor Ort gebaut und von seinen 1.700 einheimischen Mitarbeitern betreut und betrieben werden.

Dr. Erös Ziel ist es, durch Ausbildung der jungen Afghanen den Wiederaufbau des Landes auch außerhalb der wenigen großen Städte voranzutreiben und so gleichzeitig eine Alternative zu den Taliban-Schulen zu schaffen, die oftmals der einzige Ausweg für die eher arme Landbevölkerung sind.

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Stand vom: 02.05.11

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